Hägglingen liegt am Südhang des „Maiengrün“ zwischen Bünz- und Reusstal etwas abseits der grossen Heerstrassen. Diese ruhige und landschaftlich reizvolle Lage ist der Grund, dass Hägglingen als bevorzugte Wohnlage entdeckt wird. Dennoch ist der Charakter des ursprünglichen Bauerndorfes weitgehend erhalten geblieben.
Aber auch Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe behaupten sich erfolgreich und bieten einem Grossteil der erwerbstätigen Bevölkerung Verdienst in der eigenen Gemeinde.
Die Bevölkerungszahl von Hägglingen hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Alte Quellen nennen im Jahre 1530 einen Einwohnerbestand von ca. 150. An der Volkszählung 1850 wurden 1535 Personen registriert, womit Hägglingen damals drittgrösste Gemeinde des Bezirks war. Um die Jahrhundertwende sank der Einwohnerbestand (Auswanderungswellen) und erreichte den Stand von 1850 erst wieder gegen 1960. Heute liegt die Einwohnerzahl bei ca. 2200 Personen. Davon sind noch gegen 21 % Hägglinger Ortsbürger.
Im Schulwesen machte sich früh der Einfluß des Chorherrenstiftes Beromünster günstig bemerkbar. Waren es vorerst einzelne Jünglinge, denen im Stift selber eine Ausbildung ermöglicht wurde, ist 1727 erstmals von einem „Schulmeister“ die Rede. 1806 konnte das erste stattliche Schulhaus bezogen werden, das gut 100 Jahre seine Dienste leistete. Im Jahre 1866 wurde die erste Fortbildungsschule, Vorgängerin der heutigen Sekundarschule, eingeführt. 1936 ist ein Kindergarten eingerichtet worden. Im Herbst 1965 konnte der Schulhaus-Neubau mit Turnhalle bezogen werden. Nebst Kindergarten und Primarschule führt Hägglingen eine Real/Sekundarschule; die Bezirksschule wird in Dottikon besucht; auch die Kantonsschule Wohlen liegt „vor der Haustüre“.